Alte Burg

Sie können viel erzählen, diese Mauern…

Sie können viel erzählen, die Mauern – von Krieg und Naturereignissen zum Beispiel, vom Anrennen der Feinde und vom Aufprall ihrer Kugeln, von Feuerbrunst und Einsturz.

Die Geschichte der Alten Burg ist lang: sie reicht mindestens zurück in romanische Zeit, als Gmünd noch “Markt” war unter dem salzburgischen Erzbischof Friedrich. Damals – nämlich Mitte des 13. Jahrhunderts – war sie militärischer Stützpunkt, in dessen Schutz sich der Ort entwickeln konnte.
Urkundlich erwähnt wurde die Alte Burg erstmals 1292. Bis 1487 wurde sie erweitert und zeitgemäß ausgebaut – als eines der Wahrzeichen von Gmünd, das sich, nach dem Erhalt des Stadtrechts im März 1346, zu einem aufwärtsstrebenden Treffpunkt der Vertreter von Handel und Gewerbe entwickelte.
So manchem Ansturm trotzte das kantige Gemäuer, so auch den türkischen Truppen, die vergeblich gegen die wehrhafte Stadt und Burg anrannten und sie schließlich umgehen musten. Erst den Ungarn gelang es nach siebenjähriger Belagerung Gmünds, 1487 die Burg zu zerstören.
Was nach der Zerstörung durch die Magyaren übriggeblieben war (der gewaltige, dickwandige Bergfrit etwa), wurde vom neuen Besitzer, dem Salzburger Erzbischof Leonhard von Keutschach, in den Neubau miteinbezogen – diese zweite Bau-Epoche dauerte von 1502 bis 1506; aus dieser Zeit stammen die erhalten gebliebenen Fenster mit profilierten Umrahmungen aus Serpentin, Tore und Türen mit Spitz- und Kielbogen, sowie Gewölbe mit Stichkappen. Erhalten geblieben sind schließlich Reste einer von der Burg zur Stadt reichende Mauer, oben einst mit Wehrgang versehen – heute überwuchert von wildem Wein.
Auch die aus dieser zweiten Bau-Epoche stammenden Mauern mußten sich als wehrhaft erweisen: aufständische salzburgische Bauern und Bergknappen rannten 1525 gegen Stadt und Burg an. Während sich erstere nach langer Belagerung öffnete, blieb die Burg ein Fels in der Brandung: sie ergab sich nicht.
Wie die Zeiten sich änderten, so wechselten in den folgenden Jahrhunderten die Besitzer und ihre Vorstellungen von einer imposanten Befestigung der Stadt. In der dritten Bau-Epoche (Beginn des 17. Jahrhunderts) ließ Rudolf Graf von Raitenau durch seinen Baumeister Daniel Deutta den ausgedehnten Westtrakt errichten. Knapp hundert Jahre später (1690) verursachte ein Erdbeben schwere Schäden in der Stadt; eine Ecke der Burg stürzte in sich zusammen. Vernichtend wirkte sich schließlich ein Feuer (1886) aus: die ausgedehnte Schloßanlage, von 1639 bis 1932 im Besitz der Grafen von Lodron, verfiel. 1950 kaufte die Stadtgemeinde Gmünd die Ruine. Es sollte ein ganzes Jahrhundert dauern, bis sich wieder Leben im alten Gemäuer regte.

…und heute…
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Kontaktadresse:
Alte Burg Gmünd – Familie Strasser
9853 Gmünd in Kärnten, Burgwiese 1
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