Kalvarienbergkirche mit Lodron’scher Gruft

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Nach einem kurzen Waldspaziergang, vorbei an acht Kreuzwegstationen erreicht man die Kalvarienbergkirche.
Sie wurde im Jahre 1629 von den Raitenauern gestiftet und im Verlaufe der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts von Meister Durregger aus Millstatt ausgeführt.
Das Kirchlein ist ein einfacher kleiner Bau mit einer Rechteckapsis und zwei kleinen Türmen an der Giebelfront. Der Hochaltar stammt aus der ersten Hälfte, das schöne schmiedeeiserne Chorgitter mit dem Lodronschen Löwen aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts.
Von 1639 bis 1932 war die Kapelle im Besitz der Primogenitur Gmünd. Heute ist sie im Besitz der Stadtgemeinde Gmünd.
Schon Anfang des 20. Jahrhunderts gab es Risse in den Mauern und eine Absenkung. Der statische Zustand blieb seither unverändert. (Dank der Gmünder Goldhaubenfrauen Restaurantion 2002).
Die Gruft der Konstantin Graf Lodronschen Allodialerben am Kalvarienberg.
1840 ließ Graf Konstantin Lodron hinter der Kalvarienbergkirche eine Gruft in den Hang bauen, die links und rechts je drei mal vier Grabnischen aufweist. Es ist ein längsrechteckiger, tonnengewölbter Raum, mit spätklassizistischer Fassade.
Die Gruft war nie Bestandteil des Fideikommisses und ist heute der einzige verbliebene Besitz der Familie Lodron in Gmünd. Zwölf Familienmitglieder waren bis 2001 in der Gruft bestattet – letzte Beisetzung Carl Cajetan Graf Lodron 1918. Seine Enkelin Maria Josefine wollte neben ihrem Großvater bestattet sein, und so kam es im Juni 2001 zu einer weiteren Beisetzung und einer neuerlichen Restaurierung der Gruft.

…und heute…
Finden noch Prozessionen zur Kalvarienbergkirche statt. Auf Wunsch werden hier auch Taufen und Hochzeiten durchgeführt.

Kontakt
Röm. Kath. Pfarramt Gmünd
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