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STADTGEMEINDE GMÜND IN KÄRNTEN

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Gemeindedaten
Politischer Bezirk Spittal an der Drau / Kärnten
Katastralgemeinden:
Gmünd, Kreuschlach, Landfraß

Einwohner laut Registerzählung 2011: 2580
Einwohner mit Stichtag 31.10.2008: 2.623
Einwohner laut Volkszählung 2001: 2605

Seehöhe: 741m (gemessen beim Rathaus)

Fläche: 31,59 km²

Gmünd in Kärnten

  • Siegelführung um 1295 erschlossen und seit 1334 nachgewiesen
  • Wappenbescheinigungs- und Fahnenverleihungsurkunde: 21. Mai 1968
  • Aussteller: Landesregierung/Landeshauptmann Hans Sima
  • Graphik: Alexander Exax

Beschreibung: In Silber über einer roten [an den Ecken] bezinnten Stadtmauer zwei rote mit Zinnen versehene Türme und dazwischen ein roter Giebel.

Fahne: Weiß-Rot mit eingearbeitetem Wappen

Erläuterungen:
Gmünd liegt an einer der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen Mitteleuropas, dem Handelsweg von Nürnberg bzw. Salzburg nach Venedig (heute A 10). Die Stadt ist am Zusammenfluss von Malta und Lieser entstanden; die heutige Stadtgemeinde erstreckt sich entlang der Ausläufer der Nationalparks Hohe Tauern und Nockberge. Gmünd ist offenbar eine Gründung von Erzbischof Eberhard II. von Salzburg (1200–1246) und wird erstmals 1252 als gemunde urkundlich erwähnt, als der Ort eine wichtige Rolle bei Verhandlungen zwischen Philipp von Spanheim und den Grafen von Görz-Tirol spielte. 1273 wird Gmünd von Erzbischof Friedrich als „unser Markt“ und 1286 von Erzbischof Rudolf als Stadt bezeichnet, wobei die Terminologie in den nächsten Jahren noch wechselt, bis sich der Begriff Stadt noch vor 1300 durchsetzt. 1346 verlieh Erzbischof Ortolf im Wortlaut denen von Friesach gleiche Stadtrechte. Seit dem 17. Jahrhundert haben die Grafen Lodron u. a. durch den Bau des Neuen Schlosses der kleinen Stadt, die ihr malerisches Stadtbild behaupten konnte, den Charakter einer Residenz gegeben. Bereits in den letzten Jahrzehnten des 13. Jahrhunderts hat das zur Stadt aufgestiegene Gmünd ein dem Friesacher sehr ähnliches Siegel angenommen, das erstmals an einer Urkunde vom 15. Juni 1334 im Haus-, Hof- und Staatsarchiv überliefert ist. Noch im Mittelalter übernahm die Stadt ein kleineres Siegel mit gleicher Motivik (erhalten auf einer Papierurkunde vom 19. Juni 1562 im Kärntner Landesarchiv). 1565 wurde in einem neuen Siegel die Stadtmauer völlig umgezeichnet und auf einen Dreiberg gestellt. Die Farben Weiß (Silber) und Rot sind in den Wappenbüchern des Landesarchivs A (1747) und C (um 1730) überliefert, doch deutet schon die Damaszierung am Hintergrund des ältesten Stadtsiegels das Weiß bzw. Silber an. Bis zur Neuverleihung von 1968 führte die Stadt ein Wappen in der Form der Siegeldarstellung von 1565 bzw. der genannten Wappenbücher.

Das heutige Wappen hat die älteste Siegeldarstellung um 1295 (?) zur Grundlage und zeigt mit seinen beiden Türmen über der bezinnten Mauer bei aller Stilisierung die für Gmünd charakteristischen Elemente der Stadtbefestigung, nämlich das Obere und Untere Tor, zwischen denen sich hinter der Zinnenmauer die Stadt erstreckt. Obwohl die Stadt eine vielfärbige Fahne des 18. Jahrhunderts besitzt, wurden die Stadtfarben 1968 dem Wappen angeglichen.

Quelle: Wilhelm Deuer, Die Kärntner Gemeindewappen, Klagenfurt (Verlag des Kärntner Landesarchivs) 2006, 118f.