Altstadtgalerie Gmünd

Öffnungszeiten während der Ausstellungen:
von 10.00 bis 13.00 und von 15.00 bis 18.00 Uhr


BIRGIT SCHWEIGER
| Malerei, Österreich

19. bis 30. April 2017

Birgit Schweiger, geboren 1970 in Ried im Innkreis, studierte an der Kunstuniversität Linz und bei renommierten KünstlerInnen wie Anton Petz und Xenia Hausner. Sie lebt und arbeitet als freischaffende Künstlerin in Linz und ist seit 2014 Mitglied in der Berufsvereinigung Bildender Künstler Oberösterreichs. Werke von ihr finden sich u.a. im Museum Angerlehner/OÖ. Die Künstlerin, die überwiegend in Acryltechnik malt, verwendet als Vorlagen eigenes Fotomaterial und Skizzen von Streifzügen durch die Natur. Vorbilder wie Anton Petz, Xenia Hausner oder Alfons Walde sind unverkennbar. „Ich mag es, Farben kräftig aufzutragen, die Farbkraft durch Untermalungen zu erhöhen und dadurch starke Kontraste mit Licht/Schatten zu erzeugen. Es sind Farbflächen, die sich zur gegenständlichen Gestaltung zusammenschließen, expressionistisch im Detail, wirken in der Gesamtbetrachtung aber fotorealistisch.“ Birgit Schweiger kommt zu einem intensiven Kurzaufenthalt nach Gmünd, um sich hier künstlerisch „in Klausur“ zu begeben. www.birgitschweiger.com

EVA STABER | Fotografie und Grafik, Österreich

Artist in Residence von Mai bis September 2017

Die junge Fotografin Eva Staber hat sich nach einigen Berufsjahren in einem Profifotostudio in Wien wieder zurück nach Kärnten orientiert und wird 2017 im Halbgeschoß der Altstadtgalerie-Ateliers ihr Fotostudio für sechs Monate aufschlagen. Eva Staber beeindruckt mit Ihren fotografischen Arbeiten und Lomofotografie-Serien, nimmt aber auch gerne fotografische Aufträge entgegen, bietet Bildbearbeitungen und die Reproduktion alter Fotografien an und übernimmt gerne die kreative Gestaltung von Druckaufträgen aller Art. Die junge Künstlerin arbeitet zurzeit an einem Fotoauftrag in Tansania, die Reiseerlebnisse werden in eine neue Fotoserie einfließen.

 

WALTER MARIN | Malerei, Italien

Artist in Residence im Mai 2017

Walter Marin, geboren 1957 in der Crocetta del Montello in der Provinz Treviso, studierte an der Accademia di Belle Art di Venezia zunächst Architektur und sodann Malerei. Er lebt als freischaffender Künstler in der Nähe von Treviso im Veneto und in Torre del Sasso in Apulien. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland, darunter in Köln, Wien und München. Walter Marin hat sich eine ganz spezielle Art der Portraitmalerei angeeignet, seine Arbeiten sind stets eine Mischung aus gegenständlicher, fast fotorealistischer Malerei und Abstraktion, seine Farben nie schreiend, sondern gedeckt und ins Pastell gehend. Bekannt wurde Marin in Italien mit seinen großformatigen Portraitbildern international bekannter Jazzmusiker. Seine Werke schmücken zahlreiche öffentliche Gebäude in Italien.

 

PAOLA LUCIANI | Filmanimation & Illustration

Artist in Residence im Juni 2017

Die Künstlerin, die 1964 in Rom geboren ist, studierte in Rom Film und Cinematografie und spezialisierte sich ab 1990 auf Animations- und Kurzfilme. Seit dieser Zeit arbeitet sie regelmäßig in Animationsstudios für Film- und Fernsehgesellschaften in Italien. Seit 2004 lebt die freischaffende Künstlerin in Treviso im Veneto. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen für ihre Kurzfilme und ist mittlerweile auch als Illustratorin von Kinderbüchern tätig.

 

ZINAN HU | Chinesische Malerei/Kalligrafie, China

Artist in Residence im Juli und August 2017

Auf Einladung der Kulturinitiative Gmünd und der HTL Ferlach für Gravierkunst und Büchsenmacherei (die HTL Ferlach unterstützt zurzeit den Aufbau einer gleichartigen Höheren Technischen Lehranstalt in der Millionenstadt Tai Yuan in der Provinz Shan Xi in China), kommt der chinesische Künstler Zinan Hu für zwei Monate im Juli und August in die Altstadtgalerie Gmünd. Zinan Hu, nicht der erste Gastkünstler aus China in Gmünd, hat von 1990-2004 an der Shanxi Kunst Universität studiert und seinen Master and Tokyo National University of Fine Arts and Music gemacht. Seit 2010 ist er Professor and der Shanxi Universität von Tai Yuan und seit 2011 Direktor der Shanxi Instituts für Kalligrafie. Einzelausstellungen führten den chinesischen Künstler, der sich der traditionellen chinesischen Tuschmalerei und der Kalligrafie verpflichtet fühlt, bisher nach Japan, Neuseeland und Deutschland. Zinan Hu freut sich auf seinen ersten Arbeitsaufenthalt in Österreich

 

KARIN NORUNN BJÖRNÖY | Stoffdesign, Mode, Filz, Bergen/Norwegen/Österreich

Artist in Residence im September und Oktober 2017

Karin Norunn Björnöy wurde 1952 in Bergen in Norwegen geboren und wandte sich rasch der Kunst zu. Sie absolvierte die norwegische Webschule und studierte Beschäftigungstherapie. Nach einem einjährigen Aufenthalt in den USA verfeinerte sie ihre Kenntnisse in der Webtechnik und übersiedelte 1980 nach Österreich, wo sie seit 1983 als freischaffende Künstlerin lebt. Seit 1990 setzt sie sich verstärkt mit dem Material Filz auseinander. Ihre wunderschönen, technisch hoch qualitativen Arbeiten hat sie im Rahmen von Gruppenausstellungen in Norwegen, Österreich und der Schweiz präsentiert. „Meine Arbeiten sind Ausdruck intensiver innerer Auseinandersetzung mit mir selbst und meinen Gegebenheiten. Ich will Fühlen und Erleben ansprechen, die Sensibilität für das Material und für die Farbe wecken. Ich möchte dem Betrachter die Energie, die dem Material und der Arbeit innewohnt, spürbar machen. Diese vermag die Distanz zwischen Innen und Außen aufzuheben.“

www.karinnorunn.com

 

ERWIN STAMMLER | Märchen- und Geschichtenerzähler, Oberösterreich

Artist in Residence im September und Oktober 2017

Erwin Stammler ist ausgebildeter, professioneller Geschichtenerzähler. Er stammt aus dem Innviertel und hat sich im Laufe der Jahre sein Hobby zum Beruf gemacht. Stammler erzählt in Kindergärten und Schulen, auf Festen und bei Firmenfeiern, auf Märchenwanderungen in der Natur und bei Erzähltagen auf Burgen und in Schlössern, eben überall, wo Menschen sich an Geschichten und Märchen erfreuen können. Stammler ist auch in der Erwachsenenbildung tätig. „Was mir am Erzählen gefällt: Ich liebe die leuchtenden Augen, die großen Ohren und das „Mitgehen“ der ZuhörerInnen, ob jung oder alt. Ich bin als kleiner Junge meiner Mutter immer davongelaufen, wenn sie mir Märchen erzählen wollte. Aber später, immer wenn ich eine Geschichte erzählt habe, haben mir die Menschen zugehört. Und je fantastischer die Geschichten waren, umso mehr konnte ich an Aufmerksamkeit gewinnen. Richtig bewusst ist mir mein Erzähltalent erst nach meiner Rückkehr aus einem mehrjährigen Einsatz in Nigeria geworden. Anfangs wollte ich immer alles ganz genau berichten und merkte bald, dass die Menschen nicht einen Bericht, sondern eine Geschichte hören wollen. Also habe ich begonnen, meine Worte auszuschmücken mit Farben, Gerüchen, Gefühlen und Gesprächen. Somit haben meine Geschichten zu leben begonnen. Und damit konnte ich auch bei meiner Jugendarbeit junge Menschen so sehr für meine Geschichten begeistern, dass sie bei jeder Gelegenheit diese einforderten. Ich habe immer mehr Freude am und Freunde durch das Erzählen gefunden, sodass ich irgendwann begonnen habe, Geschichten professionell zu erzählen und aus meinem Hobby meine Berufung zu machen.“

 

MAJA OTT | Malerei, Deutschland

Artist in Residence im Oktober 2017

Im Jahr 2010 entdeckte die deutsche Malerin Maja Ott, nach ihrem absolvierten Studium der Malerei an der Akademie der Bildenden Künste München bis dahin auf abstrakte, farbgewaltige und expressive Öl- und Acrylbilder im Großformat spezialisiert, das Hinterglasbild für sich. Gedanklich eigentlich besetzt durch die Volkskunst mit ihren Votiv- und Heiligenbildern, wurde es vor ziemlich genau 100 Jahren von den Künstlern der Blauen Reiter um Wassily Kandinsky neu entdeckt. Auf ihrer Suche nach unverbrauchten Anregungen gelang es Maja Ott, einen gemeinsamen Nenner für Avantgarde- und Hinterglasmalerei zu finden. Diese Technik mit ihrer grundsätzlich anderen Arbeitsweise als das Leinwandbild, ist auf künstlerischem Niveau ohne die Grundlage sicherer malerischer Erfahrung zum Scheitern verurteilt. Diese Technik setzt nicht nur eine seitenverkehrte Anlage voraus, sondern auch einen umgekehrten Malvorgang, der mit den Vordergrunddetails beginnt und erst im letzten Arbeitsgang den Hintergrund anlegt. Anstelle der früheren abstrakten Formen erscheinen nun auf ihren Arbeiten Gebilde, die entschiedener, wenngleich nicht immer auf den ersten Blick, natürlichen Strukturen zuzuordnen sind: Da findet sich vor allem Pflanzliches, wie Blätter, Zweige, Ranken und Wurzeln, aber auch Wassertiere wie Seeanemonen und Plankton, die sich, organische Strukturen allesamt, in Maja Otts Hinterglasuniversum wiederfinden. Mit einem scheinbar unerschöpflichen Reservoir an Ideen und phantastischen, imaginären Landschaften, lasst sie uns eintauchen in ihre prächtigen organischen Formen und wunderbaren Unterwasser- und Pflanzen-welten. Wir freuen uns auf eine außergewöhnliche Künstlerin in Gmünd. www.maja-ott.de

Gesamtes Ausstellungsprogramm 2017 der Künstlerstadt Gmünd