Kunsthandwerkshaus

Galerie Miklautz

INTERNATIONALES KUNSTHANDWERKSHAUS

JUNI – SEPTEMBER
Öffnungszeiten während der Ausstellungen:

täglich geöffnet von 10.00 bis 13.00 und von 15.00 bis 18.00 Uhr

Zehn Jahre lang hat die Kulturinitiative Gmünd das Kunsthandwerkshaus in der Hinteren Gasse angemietet und damit ein aus dem 17. Jahrhundert stammendes Haus im Altstadtbereich, das seit Jahren leer stand, der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht und für Kunst und Kultur geöffnet. Nun betreibt die Hauseigentümerin in Kooperation mit der Kulturinitiative Gmünd die Ateliers und bietet heimischen und auswärtigen KünstlerInnen und KunsthandwerkerInnen die Möglichkeit, hier während der wärmeren Monate kostengünstig zu leben und zu arbeiten. Für die Künstler und Kunsthandwerker stehen drei beheizbare, verschieden große Werkstätten bzw. Ateliers (darunter eine voll eingerichtete Töpferwerkstatt mit Brennofen) im Erdgeschoß zur Verfügung. Im ersten Stock stehen drei kleine Garconnieren einfachsten Standards zum Wohnen zur Verfügung. Aufgrund mangelnder Dachdämmung und daraus resultierender nicht ausreichender Beheizbarkeit der Wohnungen im ersten Stock kann das Kunsthandwerkshaus bisher nur während der wärmeren Monate, im wesentlichen von Mai bis September, genutzt werden. Eine Sanierung des Hauses, die winterfeste und dem zeitgemäßen Wohnstandard entsprechende Wohneinheiten im I. Stock schaffen soll, wäre dringend von Nöten, um eine längere Bespielbarkeit des Hauses zu ermöglichen. Die Kulturinitiative unterstützt die KünstlerInnen mit der Übernahme der Betriebskosten für die Atelierräume.

Das Haus wird also auch im kommenden Sommer eine bunte Vielfalt an Qualitätshandwerk zur Schau bringen und die Besucher der Künstlerstadt in die offenen Ateliers laden.

Die Hauseigentümerin denkt daran, im Rahmen eines  EU-Projektes eine Revitalisierung des Hauses vorzunehmen und damit die Qualitätsstandards der Wohnungen entscheidend zu verbessern, um eventuell eine ganzjährige Bespielung des Haus zu ermöglichen.

 

Peter Melocco©Kulturinitiative Gmünd

PETER MELOCCO | Gold- und Silberschmied, Ungarn

Artist in Residence im Kunsthandwerkshaus von Juni bis September

Schon im Alter von 15 Jahren war der ungarische Schmuckkünstler fasziniert von antikem Schmuck. Und diese Begeisterung hat niemals nachgelassen. Peter Melocco hat einige Jahrzehnte in den Vereinigten Staaten verbracht und dort sein Handwerk professionalisiert. Nachdem er alle fünf Kontinente bereist hat und die Schmucktradition der Indigenen Völker kennengelernt hat, wurde er zunächst in Laibach/Slowenien, danach in der ungarischen Hauptstadt Budapest sesshaft. Im Sommerhalbjahr übersiedelt er nun aber schon seit bald 15 Jahren in die Werkstatt im Kunsthandwerkshaus der Künstlerstadt Gmünd. Sein außerordentliches Wissen über die Eigenschaften der Edel- und Halbedelsteine erlaubt es ihm, diese in Kombination mit Antikem wie z.B. antiken Münzen zu einzigartigen Schmuckstücken zu verarbeiten.

 

Karmen Melocco©Kulturinitiative Gmünd

KARMEN KAVERI | Textilkünstlerin, Slowenien

Artist in Residence im Kunsthandwerkshaus von Juli bis September

Die Slowenin Karmen Kaveri hat sich auf textile Kunst, und zwar auf die alte Kulturtechnik des Filzens spezialisiert. Filz ist ein Vliesstoff aus Wolle. Die Verfestigung des ungebundenen Vlieses durch Walken mit warmem Wasser und Seife ist eine Kräfte raubende Arbeit. Die Kombination von warmem Wasser und Seife lässt die verwendeten Vlieshaare aufquellen, durch ständige Bewegung (kneten, reiben und walken) verkeilen sich die Vlieshaare so stark ineinander, dass sie voneinander nicht mehr zu lösen sind. Die auf diese Weise in der Werkstatt hergestellten Filzstoffe verarbeitet Karmen Kaveri meisterhaft zu einzigartigen Taschen, Schals und anderen Accessoires.

Karin Klimbacher©Kulturinitiative Gmünd

KARIN KLIMBACHER | Keramik, Kärnten

Artist in Residence im Kunsthandwerkshaus von Mai bis September

Die gebürtige Schweizerin Karin Klimbacher lebt und arbeitet seit 1972 in Kärnten. Von Mai bis September 2017 verlegt sie ihr Atelier in die Künstlerstadt Gmünd. Die erfahrene Keramikerin ist spezialisiert auf Gebrauchs und Gartenkeramik und arbeitet vorwiegend mit weißem Ton. Dabei setzt sie verschiedene Brennarten, wie etwa Sägemehlbrand, Papierofen, Raku, Koksofen oder Grubenbrand ein. Ton ist für sie ein ausdrucksstarkes, flexibles Material, das alle gestalterischen Möglichkeiten zulässt. Die Faszination, durch Zusammenspiel von Erde, Wasser und Feuer aus Vergänglichem etwas Bleibendes zu schaffen, lässt die Künstlerin immer neue Experimente wagen. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit leitet Karin Klimbacher seit vielen Jahren Workshops für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

RUTH RINDLISBACHER | Recycling & Modedesign & Schwemmholzarbeiten, Kärnten

Artist in Residence im Kunsthandwerkshaus von Juni bis September

Die Oberkärntner Modedesignerin Ruth Rindlisbacher verblüfft mit ihren eigenständigen und ausgefallenen Modekreationen und macht deutlich, dass Mode sehr viel mit Individualität zu tun hat. Doch nicht nur ihre Mode, auch ihre Skulpturen sind einzigartig. Aus gebrauchten Materialien und Fundstücken schafft sie Neues und Unerwartetes und verwendet damit Ressourcen, die ansonsten wertlos wären.

Gesamtes Ausstellungsprogramm 2017 der Künstlerstadt Gmünd