Galerie Gmünd

Galerie innen

Hintere Gasse 34
Öffnungszeiten während der Dauer der Ausstellungen:
täglich von 10.00 – 13.00 Uhr und 15.00 – 18.00 Uhr

MARTINA TSCHERNI | Zeichnung / Malerei
Ausstellungseröffnung: FR, 12. Mai 2017, 20.00 Uhr
zu sehen täglich bis 01. August 2017, 10.00 bis 13.00 und 15.00 bis 18.00 Uhr

Im Jahr 2017 wird die Galerie Gmünd von drei Künstlern bespielt, die sich auf sehr unterschiedliche Weise den traditionellen Medien Malerei und Zeichnung anzunähern wissen. Die gebürtige Tirolerin MARTINA TSCHERNI hat an der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien studiert und ist Preisträgerin zahlreicher Kunstpreise, etwa des Tiroler Graphikpreises oder des Bauholding Kunstförderungspreises. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Wien. Sie hat sich der zeichnerischen Darstellung von natürlichen Organismen und biologischen Mikrostrukturen verschrieben. Martina Tscherni zeichnet leidenschaftlich gerne und macht sich dabei ganz entspannt auf den Weg. Sie macht sich ans Zeichnen, wie man sich auf eine lange Reise begibt, lustvoll, Schritt für Schritt, mit dem Gefühl, viel Raum und Zeit vor sich zu haben. Garn und Faden erweitern und vervollständigen die Zeichnungen von Martina Tscherni zu einer dreidimensionalen Wahrnehmung. Martina Tscherni nimmt sich die Freiheit, nur einige wenige Teile des Werkes zu besticken, verdeutlicht dadurch auch die grafische Qualität dieser traditionellen Handwerkstechnik, während andere Teile die originale Zeichnung sichtbar lassen, welche die Künstlerin auf dem Papier ausführte.


AURELIA GRATZER & CHRISTOPH SCHIRMER | Malerei
Ausstellungseröffnung: SA, 05. August 2017, 11.00 Uhr
zu sehen bis 01. Oktober 2017, 10.00 bis 13.00 und 15.00 bis 18.00 Uhr

Aurelia Gratzer und Christoph Schirmer stammen beide aus der Steiermark und haben an der Akademie der Bildenden Künste in Wien studiert. Ihre Arbeiten sind in zahlreichen namhaften Sammlungen vertreten, etwa der Sammlung Angerlehner, Sammlung der Stadt Wien und Sammlung des Bank Austria Kunstforums. Aurelia Gratzer ist unter anderen Preisträgerin des STRABAG Artaward International 2010, Christoph Schirmer Preisträger des Boston Consulting Group Kunstwettbewerb Deutschland 2005. Die beiden leben und arbeiten in Wien. AURELIA GRATZERs Malerei ist nicht schnell, mit großer Geste und orgiastischem Schwung auf die Leinwand geschleudert. Sie ist präzise, mit Zeit, Plan, Ziel und Konzept. Hier wird kühl kalkuliert gemalt. Wir sehen futuristische, architektonische Räume, menschenleer. Doch glatt ist diese Kunst keineswegs. Aurelia Gratzer bricht die Glätte auf, indem sie durch Farbauswahl und Flächengestaltung wieder Struktur und Duktus, Organisches, Persönliches, Menschliches zurückbringt. Auf den ersten Blick schien noch alles ganz eindeutig zu sein: satte Farbe, klare Kante, zentralistische Perspektive. Doch bei genauerem Hinsehen merken wir: So eindeutig ist das alles nicht. Disparitäten, Unschärfen, Irritationen kommen immer stärker zum Vorschein, je länger wir ein Bild auf uns wirken lassen. CHRISTOPH SCHIRMERs zutiefst eigenständige und unverwechselbare Malerei basiert auf dem Ausloten des malerisch Möglichen: Abstrakt gestisch gesetzte Pinselstriche überdecken grafische Linien – der schwarze mit Marker gezogene lineare Strich wird neben scheinbar zufälligen Lack- und Acrylspuren eingesetzt. Runde Farbflächen überlagen zum Beispiel zwei in sich verschobene Quadrate und die freie Leinwand wird ins Bild, im Sinn von Farbe und Fülle, integriert. Jegliche erdenkliche Vorstellung von Malerei vereint sich auf ein und demselben Bildträger.

Gesamtes Ausstellungsprogramm 2017 der Künstlerstadt Gmünd